Auch Drevenack wurde in der Zeit des Nationalsozialismus Schauplatz eines besonders schrecklichen Kriegsverbrechen.
Anfang der 1960er Jahre veröffentlichte die NRZ eine mehrteilige Dokumentation unter dem Namen „DIE HELDEN KAMEN JEDE NACHT “ und diese schilderte die Ereignisse im Jahr 1944 die sich in Drevenack und der näheren Umgebung zugetragen haben.
Es ging dabei um die Taten (Raubzüge bishin zur Ermordung eines Jägers aus dem Weselerwald) von drei geflüchteten russischen Kriegsgefangene sowie um die in Drevenack eingesetzten Zwangsatrbeiterinnen und Zwangsarbeiter die auf verschiedennen Höfen eingesetzt waren und sich den Kriegsgefangenen angeschlossen hatten.
Am Ende waren es die drei entflohenen Kriegsgefangene sowie 8 Zwangsarbeiter(innen) die am 11. September 1944 öffentlich in einem Waldstück in Drevenack unter großer Beteiligung der Bevölkerung erhängt wurden.
In der Dokumentation der NRZ haben die „Zeitungsschreiber“ sicherlich bewusst keine weitere Namen der Verantwortlichen dieser Gräueltaten bekanntgegeben denn es waren derer viele die auch in Drevenack zu dieser Zeit dem „Braunen Sumpf“ verfallen waren und auch mit besonderem Eifer an dieser abscheulichen Tat beteiligt waren.
Nur wenige kennen noch heute die Namen derer die sich in dieser Zeit besonders hervorgetan haben und dennoch sind diese Namen nicht vergessen und bleiben stille Zeitzeugen gegen das Vergessen!
Nahe der Stelle an dem im Jahr 1944 diese 11 Menschen ihr Leben lassen mussten steht heute ein Gedenekstein der durch die Gemeinde Hünxe als Mahnmal und zur Erinnerung an die Taten in der NS-Zeit dort aufgestellt wurde.
Hier folgt nun die zusammengefasste Dokumentation welche seinerzeit durch die NRZ veröffentlicht wurde und freundlicherweise durch Herrn Kurt von Mallinckrodt im Jahr 2002 abgeschrieben wurde.
Die NRZ hat am 23.09.2014 einen Beitrag zur Enthüllung des Gedenksteins unter dem Titel „Eine Mahnung für die Zukunft“ veröffentlicht.
Foto: Helmut Scheffler
